Zum x-ten Mal: die deutsche Genderfrage

„Sehr geehrte Damen und Herren“…

Was stimmt nicht mit dieser Anrede? Nichts, hätte ich noch vor knapp einem Jahr geantwortet. Was soll damit nicht in Ordnung sein?

Als Übersetzerin habe ich es schon immer als meine Aufgabe angesehen, mich bei der Form des Zieltextes nach den Wünschen des Kunden zu richten. Diese Wünsche dabei nach Möglichkeit mitzugestalten, betrachte ich als Sprachmittlerin geradezu als meine Pflicht. Bei Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche habe ich bereits seit einiger Zeit versucht, immer eine – wie ich dachte – geschlechtergerechte Sprachverwendung sicherzustellen, indem ich entweder Doppelnennungen wie z. B. „Bürgerinnen und Bürger“ oder die Verwendung des „Binnen-I“ vorschlug („BürgerInnen“). Mal mehr, mal weniger erfolgreich natürlich. Je nach KundIn. Continue reading “Zum x-ten Mal: die deutsche Genderfrage”